Nichts für schwache Nerven bei der weiblichen A-Jugend

JSG Betzdorf/Wissen : HSG Römerwall 14:13 (9:8)

Am vergangenen Samstag fand das erste Heimspiel der weiblichen A-Jugend der JSG Betzdorf/Wissen statt. Der Gegner hieß Römerwall. Ein Gegner, der die Spielerinnen der JSG schon seit Jahren begleitet. Die Spielerinnen aus Römerwall sind aus den meisten Spielen als Sieger hervorgegangen. Das dies in diesem Spiel nicht so sein sollte, war vor dem Spiel das Ziel der Spielerinnen der JSG.

Beide Mannschaften waren gleichwertige Gegner. Um nur einige Gemeinsamkeiten aufzuzählen: Beide Teams stellten eine solide Abwehr, gute Einzelaktionen im Angriff und zwei überragend gute Torfrauen. Ebenso trafen beide Mannschaften gleichfalls schlecht das Tor, fatale Abspielfehler auf beiden Seiten, eine beidseitig schlechte Rückraum- und Eins-gegen-Eins-Strategie, Schrittfehler und zahlreiche überhastete und unüberlegte Konter ließen Zuschauer und Trainer bis an den Rand der Verzweiflung geraten. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels konnte eine von beiden Mannschaften mit mehr als einem Tor in Führung gehen, da auf beiden Seiten der Torpfosten und schlecht geworfene 7m eine höhere Führung nicht zu ließen.

Nach der Pause das gleiche Spiel. So wie die erste Halbzeit beendet wurde, starteten beide Teams in die zweite, in der sich die Mädels der JSG jetzt die besseren Torchancen erarbeiteten. Gegen eine sehr offensiv gestellte Abwehr der Spielerinnen aus Römerwall gelang es, Räume zu nutzen. Die Spielerinnen der JSG konnten auf Grund einer richtig guten Torwartleistung ihrer Torfrau, eine „Leihgabe“ der weiblichen C-Jugend, den ein oder anderen Tempogegenstoß laufen. Doch auch hier traf man überwiegend wieder leider nur den Pfosten. „Wenn heute Pfostentreffer und verworfene 7m gewertet worden wären, dann hätte meine Mannschaft ganz überlegen gewonnen. Aber bei der HSG Römerwall sah es mit dem Torerfolg nicht anders aus. Die Nerven aller Beteiligten wurden in diesem Spiel sehr heftig strapaziert“, so die Trainerin der JSG, Heike Berger. Am Ende war es auf beiden Seiten nur ein Kampf gegen die Uhr. Als die Schlusssirene ertönte, war es geschafft. Die Spielerinnen der JSG gewannen das Spiel mit einem Tor. Zusammenfassend kann man sagen, dass solche Spiele für den Verlierer sehr bitter sind und der Gewinner sagt: „Hauptsache gewonnen“. Mit Ruhm bekleckert und wirklich überzeugt hat keine Mannschaft. Dennoch einen herzlichen Glückwunsch an die Mädels der JSG Betzdorf/Wissen.

Es spielten: Alena Bender, Jana Steiger (Tor) , Anna Bayer, Alex Müller (5), Johanna Schmidt (3), Ronja Retz (1) Antonia Haak, Birte Weitershagen(1), Franzi Tillmanns, Jana Sylvester, Elena Hombach (1), Talisa Berger (3)

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